Süddeutsche Zeitung 03.07.1997

Münchner
Merkur 18.06.1997
" Mit Superhit zum Mathe-Genie"
Die
Schüler der Klasse 2C der Grundschule an der Ittlingerstraße
am Hasenbergl machten vor Freude einen Luftsprung und rannten schreiend
auf den Pausenhof, als sie erfuhren, das neue
Rechenspiel Superhit spielen
zu dürfen. Statt wie bisher an der Tafel rechnen zu müssen,
können die Kinder das Zahlenverständnis durch Spielen erfassen
, ist Günter Godor von seiner Erfindung überzeugt.
Mit Superhit können
die vier Grundrechenarten auf einem großen quadratischen Spielbrett
im Freien, eingeteilt in ein horizontales und vertrikales Zahlensystem
oder in Form eines Brettspieles für zu Hause eingeübt werden.
Genau sieben Jahre lang hat Godor an diesem Lernprojekt arbeiten und
feilen müssen, ehe er sich jetzt mit Superhit an die Schulen wenden
konnte.
Die deutschen Kinder
belegen im Rechnen weltweit nur Platz 16. Es ist nötig, dass an
den Schulen umgedacht wird , kritisierte der einstige Gymnasiallehrer.
Sein Vorschlag: Lernen durch Spielen. Und genau das soll Superhit als
erstes Rechenspiel Münchens auf dem Pausenhof der Grundschule an
der Ittlingerstraße ermöglichen.
Mit vier zweifarbigen
Würfeln und 50 sogenannten Chips können die Schulkinder Rechnen
spielend erfassen. Das Hüpfen auf den bunten Zahlen macht Spaß
und dann auch noch Rechnen lernen zu können ist einfach toll ,
erzählt die kleine Alexandra Hinterholzer. Auch die Klassenlehrerin
Sigrid Fröhler hat sich für Superhit begeistern können. Ich
wäre froh gewesen, wenn es dieses Spiel zu meiner Schulzeit gegeben
hätte. Mathe war nämlich damals nicht so mein Ding . Schwierigkeiten
mit Mathe? Genau diesen Kindern will Günter Godor auf die Sprünge
helfen. In kürzester Zeit kann aus einem schlechten Matheschüler
ein guter werden , verspricht Godor.
SÜDDEUTSCHE
ZEITUNG 15.05.1997
"Wozu ein quengeliger
kleiner Junge gut ist"
Der
Gautinger Günter Godor stellt am Freitag abend ein von ihm entworfenes
mathematisches Lernspiel vor. Gauting 1990, in Kenia
malträtierte mich der 7 jährige Sohn meiner Freundin mit einer
Unlust, das kleine Einmaleins zu lernen. Er hatte mich als Vater adoptiert
und als ehemaliger Lehrer empfand ich eine gewisse Verantwortung, seine
Mathekenntnisse wenigstens ins Mittelmaß zu heben, erzählt
der jetzt in Gauting lebende Günter Godor. Da alle Versuche fehlschlugen,
den verspielten Jungen zum Lernen zu bringen, überlegte sich Godor,
ob und wie das Problem spielend gelöst werden könne. Die Idee
war ziemlich schnell geboren, berichtete er, tüftelte aber noch
sechs Jahre lang bis das perfekte und in seiner Einfachheit geniale
Mathebrett fertig war.